Habe meinen noch recht frischen schrecklichen WeBlog bei WordPress.com zu einem Serendipity Blog-Hoster umgezogen.
Im frischen Gewand ist der neue schreckliche WeBlog nun unter
http://derschreckliche.1on.de zu erreichen.
Warum?
Ich hatte einen interessanten Artikel über Serendipity als WordPress Alternative gelesen und wusste nicht einmal was Serendipity ist – also kurzerhand informiert und Live Beispiele gesucht. Dabei bin ich zuerst dem Online Blog hoster Supersized.org(Werbefinanziert) und später dem freien und sogar deutschsprachingen Online Blog Anbieter 1on.de begegnet. Die beiden Provider bieten ähnliche Dienste wie Blogger.com und WordPress.com, aber eben auf der Basis von Serennity.
Bei WordPress.com gab es zudem einige Dinge, an denen ich mich schon länger gestört habe. Die wichtigsten sind:
- die
verdammtviel zu langen Ladezeiten - die beschränkte Auswahl an (guten) Themes
- die fehlende Möglichkeit Themes per CSS anzupassen
- die fehlende Möglichkeit JavaScript(e) einzubinden
Also geschwind bei 1on.de angemeldet und sich mal umgeschaut – ja die Seite von 1on.de vermittelt keinen extrem professionellen Eindruck aber lasst euch davon nicht beirren.
Nachdem der Anmeldung (bis zu 15min Wartezeit – aber es lohnt sich) den neu erstellten Blog angesurft und WOW! sauschnell! Das war ich gar nicht mehr gewohnt von WordPress.com – im Backend fällt der Unterschied noch viel mehr auf, das macht das Arbeiten viel entspannter.
Das Backend ist sehr intuitiv zu bedienen, die Menüstruktur ist sogar übersichtlicher als bei WordPress – man findet sich also sehr schnell zurecht. Zugegeben ist das Backend aber auch nicht ganz so stylish und mit allerlei JavaScript und Flash beladen. Ein Dashboard bzw. Übersichts-Startseite ist zumindest bei 1on.de nicht vorhanden, was doch ein kleiner Nachteil ist. Des weiteren fehlt bei 1on.de ein WYSIWYG – aber es kommen noch einige Vorteile
.
Einer der größten Vorteile ist, dass man gegenüber WordPress.com viel mehr “Spielraum” zum experimentieren und Co. hat:
Man kann nach belieben Ereignis- und Sidebar-Plugins und vorhandene Themes installieren – Listen der Plugin/Themes für Serendipity. Die Sidebar Plugins ähneln dabei den Widgets bei WordPress.com – mit dem großen Vorteil auch einen sog. “HTML-Klotz” einzubinden, in dem beliebider HTML-Text stehen darf – auch JavaScripte! So habe ich mir ein “Identi.ca”-Plugin als Ersatz zu meinem Twitter-Widget eingerichtet.
Das beste kommt aber noch: man kann auch auch beliebiges HTML Markup in Beiträge einbauen (auch hier ist JavaScript möglich) – ein entsprechendes Plugin beseitigt dabei Fehler (natürlich nur wenn man es installiert). Außerdem gibt es ein Plugin zum einfügen von HTML in den Header/Anfang des Content-Bereichs/Footer/.. was insofern wichtig ist, als dass ich bei WordPress.com keine Möglichkeit hatte Meta-Informationen anzugeben und CSS-Stylesheets einzubinden. Damit kann man sich bspw. auch Google-Analyics-Code am Ende der Website einbinden – das wollte ich auch schon immer.
Weitere Gründe für den Wechsel waren für mich das Theme i3Theme 1.6 in das ich mich verliebt habe, die Möglichkeit über ein Plugin Blogeinträge in mehreren Sprechen anzulegen und weil mirdem Rebel in mir Serendipity als “David” auch einfach sehr sympathisch ist.
Die Übersetzung einzelner Beiträge war mir insofern wichtig, als dass ich bestimmte, jedoch nicht alle Beiträge auf english übersetzen möchte – und mit Serendipity und 1on.de geht das ohne einen zweiten Blog einrichten zu müssen. Man kann mit den Plugin selbstverständlich auch Artikel nur in english anlegen, was ich aber wohl icht nutzen werde.
Aber kommen wir zu dem eigentlichen Umzug. Neuer Hoster, schön und gut, aber die Daten müssen ja auch irgendwie transferiert werden. Bei meinem jungen Blog mag ja manuelles Copy-Paste ja noch gut funktionieren, aber bei Leuten, die seit mehr als einem Jahr am Bloggen sind kann das schon sehr aufwändig werden, wäre da nicht… Der Mega-Supa-Dupa-Ultra-Alles-Importer von Serendipity der Daten aus fast jeder Quelle importieren kann – unter anderem aus eine WordPress-Datenbank… hätte ich da bloß Zugriff *neiiin*. Doch nicht verzagen – auch aus RSS-Feeds (ja ohne Scheiss) können Daten importiert werden. Doch Moment – da is noch eine Checkbox beim “Allgemeinen Rss-Importer”: WordPress eXtended RSS import, requires PHP5 and might take up much memory – und spätesens da habe ich mich an die Export-Funktion bei WordPress erinnnert und war echt gespannt, ob und wie gut der Import klappen würde. Um die Daten im “WordPress eXtended RSS”-Format zu importieren, muss man diese bei wordpress.com erstmal in diesem Format exportieren – das geht unter “Werkzeuge > Export”. Gesagt, getan – also den Import gestartet – das hat ein weilchen gedauert (paar Minuten – was im Verglleich zum Import von reinem RSS recht viel ist) und voila!
Es wurden alle Arikel, auch die “Entwürfe” übernommen, ebenso alle Kommentare und die nötigen Kategorien wurden auch angelegt – einzig die Tags musste ich neu setzen – hätte trotzdem nicht gedacht, dass das so gut klappt.
In einigen Punkten muss sich 1on.de gegenüber wordpress.com aber geschlagen geben: Zum einen ist das Plugin zum erzeugen von XML-(Google-)Sitemaps bei 1on.de nicht verfügbar, zum anderen ist es vor allem der WYSIWYG, der hier Einsteigern fehlen wird.
Für alle Leute jedoch, die ohne eigenen Server einen Blog (sogar werdefrei) betreiben wollen und dabei trotzdem möglichst viele Möglichkeiten zur Einflussnahme wie Meta-Tags, CSS, JavaScripte,… haben wollen [so wie ich z.B.
], dem bietet sich Serendipity bei 1on.de geradezu an.
Habt Ihr Erfahrungen mit beiden Systemen / Hostern? Wo seht ihr die Stärken/Schwächen?
P.S. Paar Screenshots folgen noch.
Hi,
I’m a student from Raanana (Israel).
I have to analyze how much time someone spend on internet.
There are websites which are a guilty pleasure, but there are websites which only have a visits duration of 40 seconds.
I would like to know how much time do you spend on internet (day/week/month).
Thanks for your help!
Debi